Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1993 ist es das vordringliche Ziel der Turm-Arbeitsgemeinschaft einen neuen Turm in Dennach zu errichten.  Die Abbildung rechts zeigt den Dennacher Aussichtsturm, wie er von 1914 bis 1949 am Waldrand des Lindenbergs aus nördlicher Richtung zu sehen war. Übrig blieb ein verwittertes Fundament, welches an den Koloss aus Holz jahrzehntelang erinnerte.

Im Gründungsjahr des Vereins wurde die Aussicht mittels einer Feuerwehrleiter  in verschiedenen Höhen getestet. So entstand  der Wunsch, der neue Turm soll die ringsum befindlichen Tannengipfel an Höhe übertreffen, um eine spätere Aussicht in alle Richtungen zu ermöglichen.

Über den Ortsvorsteher und Architekten Dipl. Ing. Heinz Hummel wurde die Fachhochschule in Karlsruhe kontaktiert, mit dem Ersuchen, man möge für hiesiges Vorhaben passende Turmmodelle entwerfen. Insgesamt wurden 14 Turmmodelle erarbeitet, welche im Rahmen einer Veranstaltung im Jahre 1994 in der Dennacher Schwabentorhalle der Bevölkerung, Vertretern der Stadt und der Banken vorgestellt wurden.  Die Anwesenden konnten in einer Fragebogenaktion ihre Vorstellungen einbringen hinsichtlich Höhe, Verkleidung und Aussehen des Turmes.

Nach Auswertung der Fragebögen wurde 1995 das links ersichtliche Turmmodell von Statiker und Konstrukteur Wolfgang Beck entwickelt und zu Papier gebracht. Die Kosten für das Bauwerk wurden auf  ca. 450 000 DM beziffert. Im selbigen Jahr wurde bereits unterirdisch ein Kabel für den Stromanschluss an das Fundament verlegt. 

Beschreibung des Bauprojekts:

Der Turm hat eine tatsächliche Höhe von 39 Meter. Der hölzerne Zylinder hat einen Innendurchmesser von 5,4 Meter. Für jede Ebene ist eine Öffnung in nördliche Richtung vorgesehen, wobei für jede zweite Ebene ein kleines Turmzimmer eingeplant ist. Der Zylinder wird durch vier Edelstahlträger stabilisiert, welche konisch verjüngend vom Boden bis zur Plattform verlaufen. Jeder der vier Edelstahlträger wird eigens dafür von einem  abgetrennten Fundamentblock getragen. Der überdachte Eingangsbereich befindet sich auf der südwestlichen Seite. Die oberste Aussichtsplattform hat einen Durchmesser von 7,6 Meter und befindet sich in einer Höhe von 32 Meter. Zu ihr führen 168 Stufen. 

Um einer vermeintlichen Bauruine von vornherein entgegenzusteuern wurde das Bauwerk so konstruiert, dass eine Errichtung nur im Gesamten möglich ist. Eine Erbringung von Eigenleistung ist daher weitestgehend nicht möglich.  

Dipl. Ing. Heinz Hummel formte die Konstruktion architektonisch und erstellte 1996 den Bauantrag. Die Baukosten wurden seinerzeit nach Kubikmeter umbauten Raum ermittelt und man gelangte zu folgendem Kostenwert: 610 000 DM. Nach Erhalt der Teilbaugenehmigung erfolgte 1998 die Errichtung eines neuen Fundaments sowie der vier kleineren Fundamente für die Edelstahlträger. Dies geschah unter Mitverwendung des alten Fundaments. Außerdem wurde im östlichen Bereich des Fundaments eine Zisterne sowie eine Grube für die spätere Wasserversorgung ins Erdreich eingelassen. Diese Arbeiten führte das ortsansässige Bauunternehmen Reinhard Aldinger durch. In Angrenzung zu den Wiesen im nördlichen Bereich wurde durch die Firma Ochner aus Dennach  eine Trockenmauer errichtet.

Die Arbeiten bis zu diesem Stadium erreichten Kosten in Höhe von sage und schreibe 250 000 DM.   Das Turmprojekt sollte ausschließlich über Spendengelder finanziert werden. Viele Klein- und Großspender sorgten dafür, dass der Verein über einen geringfügig höheren, stolzen und beachtlichen  Geldbetrag zum damaligen Zeitpunkt bereits verfügte. Fördergelder seitens der Stadt Neuenbürg wurden nicht in Aussicht gestellt.

Im Jahr 1999 erhielt der Verein einen ersten Kostenvoranschlag über das geplante Bauvorhaben. Nur allein das Gebäude  „Turm“  wurde darin mit einer Summe von 1,1 Mio. DM veranschlagt. Verständlicherweise wollte man das geplante Modell, welches bereits viel Mühe,  Zeit, Ärger, Geduld und Einsatz in Anspruch genommen hatte, nicht aufgeben. Eine Arbeitsgruppe mit neuen Mitstreitern und mit neuen Ideen sollte eine Lösung des Geldbeschaffens herbeizaubern. Unter Anleitung des Marketing-Leiters der Stadt Neuenbürg, Herrn Haller,  wurde 2001 ein Konzept für den Turm erarbeitet. „Enzkreisspitze!“ – so soll er heißen, der Turm. Mit Broschüren und anderen „Tricks“ versuchte man an vermeintliche zahlungskräftige Spender heranzutreten. Doch der Geldbetrag in Höhe von 1,1 Mio. DM wurde dadurch nicht geringer. Realistisch gesehen dürfte die Summe heute infolge steigender Baukosten ungefähr  750 000 Euro betragen. Angesichts dieser Tatsache war mit einer alsbaldigen Erstellung des  geplanten Turmes nicht zu rechnen.  Und sollte bis dahin das  mühsam errichtete Fundament brachliegen? 

 

Diskutiert wurde die Errichtung der Turmspitze direkt auf dem Fundament. Eine breitere Nutzung des neuen Fundaments sollte so für bestimmte Anlässe geschützt möglich sein. Bei der Erstellung des Turmes könne man mittels Kran die fertige Turmspitze einfach oben drauf setzen. 

 Dagegen sprach die zu der Zeit herrschende unklare finanzielle Situation des Vereins sowie der Umstand, dass die Erstellung der Turmspitze letztendlich bindend für die Erstellung des geplanten Turmmodells ist. Und das stieß unter Berücksichtigung der o.g. hohen Baukosten des Turmes mehrheitlich auf Ablehnung.  

 

 

Schließlich befürwortete man die Errichtung eines Pavillon-Holzgerüstes, welches anlassbezogen mit einer Plane überziehbar  ist. Im Dezember 2002 wurde dann das Pavillon-Gerüst erstellt und war in Verbindung mit einer „Blickfang-Lichterkette“ zu mehreren Veranstaltungen dienlich. 

Vereinsmitglied Dietmar Wüllner schweißte 2003 eine verschließbare Spendenbox für Turmbauzwecke und man betonierte diese zwischen Wegrand und Fundament in den Boden ein. Leider wurde die Box durch Vandalismus im März 2006 durch Unbekannte abgerissen und entwendet. 

Das provisorische "Pavillon" erfüllte seinen Dienst bis ins Jahr 2006. Im Sommer 2006 wurde es abgebaut, um das Fundament zu versiegeln. Schließlich setzten Frost und Hitze in all den Jahren dem Fundament zu, dass es für das geplante Bauwerk zu sehr beeinträchtigt erschien. Es wurde deshalb im Herbst 2006 sandgestrahlt und mit Kunstharz überzogen. 

Ein toller Erfolg konnte ebenfalls im Jahr 2006 über die Stadt Neuenbürg errreicht werden: Rund um das Fundament wurde ein neues Wiesengrundstück vom Vermessungsamt ausgemessen. Dieser Bereich wurde vom Forst zur Widmung als Wiesenfläche freigegeben. Im Rahmen einer Pacht wurde von der Stadt Neuenbürg diese Fläche dem Verein zur Nutzung überlassen (siehe Abbildung rechts, rote Fläche). 

Die Firma OCHNER aus Dennach legte im Frühjahr 2007 die Fläche an, um diese künftig als Wiese nutzen zu können.  

Parallel hierzu fanden Überlegungen statt das teure Fundament künftig nicht mehr der Witterung ausgesetzt zu lassen. Es musste was geschehen, was dem Erhalt des Fundaments und dem Fortgang des geplanten Bauvorhabens (Aussichtsturm) entsprach. So setzte sich der Gedanke durch die Turmspitze vom geplanten Aussichtsturm direkt auf dem Fundament als Pavillon zu errichten. Intensive Kostenvergleiche verschiedener Anbieter im Handwerk ergaben das unten ersichtliche Ergebnis unseres Bauschildes: 

So wird das Jahr 2007 als ein Jahr der Herausforderungen und der Taten vieler Vereinsmitglieder und Gönner in die Geschichte unseres Vereins eingehen. Allem voran Dank dem Organisator, Koordinator und Vorstandsmitglied in Sachen Turm Armin Großmüller, welcher sich in unzähligen Stunden unermüdlich neben Beruf und Familie für den Fortgang dieses Projektes einsetzte. 

Sehen Sie hier das Ergebnis in einer Bilddokumentation. 

Für diejenigen, die die Aussicht am Rande des nördlichen Schwarzwalds mangels Ortskenntnis noch nicht testen konnte ist hier eine Karte mit Wegbeschreibung einsehbar. 

 

   

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