Die Geschichte der Enztalbahn

Sonderartikel

Die Entwicklung der ersten Bahnlinie im württembergischen Schwarzwald vom (Voll-)Dampfbetrieb bis hin zur modernen Stadtbahn in den letzten 150 Jahren erzählt Kreisarchivar (Lk Calw) Martin Frieß in seinem kurzweiligen reich bebilderten Vortrag am 24.11.2019 um 15:00 Uhr im Gemeindesaal im alten Schulhaus in Dennach. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt.

Weihnachtsmarkt mit Baumverkauf

Der HGV Dennach gibt bekannt: 

In diesem Jahr werden die Weihnachtsbäume wieder  aus regionalem Anbau    

am Samstag, 14. Dezember 2019 ab 15 Uhr im Schulhof in Dennach

zum Verkauf angeboten. Wer gerne eine richtige Schwarzwaldtanne – oder eine Nordmanntanne – aus der Region über die Weihnachtstage schmücken möchte, ist beim Adventsnachmittag  an diesem Samstag genau richtig.  Musikalische Untermalung durch die Bläser des Musikvereins Lyra sorgen für die festliche Einstimmung,  genauso wie schon seit langen Jahren die Glühweinstube der Stammtischstrategen  bis in den Abend  hinein einheizt.

Ganz aktuell  hereingekommen: 

Der Weihnachtsmann hat seine Reiseroute über Dennach geplant! 

Wenn er also möglichst viele kleine und große Kinder auf dem Schulhof erblickt, wird er sicher einen kurzen Halt einlegen und die geduldig Wartenden belohnen.

Während des Baumverkaufes ab 15 Uhr  wird seine Ankunft auf dem Schulhof erwartet.

Die Organisatoren des HGV Dennach freuen sich auf viele Besucher zu diesem Anlass.

Bildbericht vom Mensch-ärgere-Dich-nicht-Turnier 2019

Wolfgang Körner hat eine kleine Bildserie des diesjährigen Mensch-ärgere-Dich-nicht-Turniers vom 27.10.2019 zusammengestellt.

Gut besucht war die Veranstaltung mit 68 Teilnehmern am Wettbewerb und einer größeren Zahl an Zaungästen
Ein engagiertes Küchen- und Verpflegungsteam……hier ein gutes Beispiel
Es wurden nachher noch wesentlich mehr „Besucher“, waren die an den Spielern interessiert oder doch eher an guten Kontakten?
Nach Ende der 3. Vorrunde…..
Fortsetzung…..
Der Jüngste mit 8 Jahren : Mirko Mai
…..und der Älteste, wie jedes Jahr. Darf man sein Alter nennen? Ja, stolze 87 Jahre!
Die haben es ins kleine und große Finale geschafft
Hier Finaltisch 1 bis 4…..sie schauen auch sehr stolz
Aber auch die haben viel geleistet!
Die Zuschauer haben mitgefiebert
Diese beiden Herren waren ganz scharf auf die 8 Finalteilnehmer mit ihren Pokalen, Urkunden und Preisen

Die Würfel warten schon …

Für das „Mensch-ärgere-dich-nicht – Turnier“  werden jetzt die Anmeldungen angenommen.

Das Turnier wird am Sonntag (!), den 27.10.2019  ausgetragen,  Spielort ist wie in den Vorjahren der Bürgersaal im Schulhaus in Dennach,  Saalöffnung ab 14 Uhr, Spielstart 15 Uhr.  Als Startgebühr werden 2 Euro pro Spieler erhoben. Alternativ kann auch ein Kuchen beigesteuert werden, dann entfällt die Startgebühr.

Und noch eine Besonderheit wartet auf die Teilnehmer: die Sieger können sich für die Deutsche und Weltmeisterschaft qualifizieren, die 2020 in Wiesloch ausgetragen wird.

Bei allen Vorstandsmitgliedern sowie unter Telefon  07082 – 4169362  werden gerne die Anmeldung angenommen.  

Alle Termine und weitere Informationen stehen auch auf der homepage im Internet  unter   www.schwabentor.com.

Hauptversammlung Schwabentor Heimat- und Geschichtsverein Dennach

Wunsch auf Turm-Erstellung Enzkreisspitze

Dennach. Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen der beiden Jubiläen 25 Jahre Schwabentor Heimat und Geschichtsverein (HGV) und 650 Jahre Dennach, bekräftigte HGV-Vorsitzender Armin Großmüller, bei der Hauptversammlung im Vereinsheim des TSV Dennach.  Der Vorsitzende hat im Rückblick auf die Vorbereitungen und Festlichkeiten Bilanz gezogen. „Gut nachgefragt war die Ortschronik. Auch die die Zusammenarbeit der Vereine harmonierte wieder perfekt“, resümierte Großmüller. Seiner  Kernaufgabe, historisches Wissen über das Dorf zu vermitteln, ist der HGV bei den Festlichkeiten gleich mehrfach nachgekommen. „Sparflamme“ war dagegen angesagt bei der Lehrerwohnung, die jetzt Priorität hat mit der elektrischen Installation. Die Stadt Neuenbürg ist nach Aussage des Vorsitzenden als Eigentümerin eingebunden und die Zusammenarbeit mit Bauamt und dem E-Werk klappt bestens. Auch über die Dorfgrenze hinaus gibt es eine gute Zusammenarbeit unter anderem mit der Gemeinde Straubenhardt und dem Schwarzwaldverein. Erinnert wurde hierbei an die Schwabentorbrücke über den Rotenbach und die Wegstreckenverlegung von Deutschlands beliebtestem Wanderweg, dem Westweg, der Dank der Windräder nun an der Enzkreisspitze vorbeiführt. Eingebracht hat sich die Gruppe Natur und Turm des HGV beim einsammeln der Christbäume, der Pflege der Wildbienenwiesen, beim Heckenschnitt am Turm, der Dorfputzete und der Lichtinstallation Weihnachtsstern. Gut angenommen wurde das Frühstück am Turm und der erste winterliche „Dennacher Badetag“ im Hot Pott. Auch die scheidende zweite Vorsitzende Annett Heck, lies das vergangene Jahr Revue passieren und erinnerte an die digitale Auflistung des Archivs, der Ausschmückung des Dorfbrunnens mit 15 Helfern zum Osterbrunnen, die Maiwanderung auf  der „historischen Route“, den Geschichtsnachmittag und das traditionelle „Mensch-ärgere-dich- nicht- Turnier, das inzwischen zu einem Selbstläufer mit Rekordbeteiligung wurde. Eingebracht hat sich der HGV nach Aussage von Heck auch beim Kinderfaschingsumzug der Stammtischstrategen als „Dennicher Zapfe“ sowie beim vorweihnachtlichen Vereinsnachmittag und mit großem Engagement bei den Feierlichkeiten zu 650 Jahre Dennach. Dankesworte gab es nicht nur von Großmüller an  alle Helfern und die Feuerwehr, sondern auch vom Ortsvorsteher  Alexander Pfeiffer, denn die Großlast des Jubiläums lag auf den Schultern des HGV. Schriftführer Siegfried Jilg zeigte sich erfreut, dass sechs Austritten sieben Eintritten gegenüberstehen und dem HGV insgesamt 149 Mitglieder angehören. Erfreuliches war auch von Heck in Vertretung von Kassenwart Gudrun Welsch-Großmüller zu hören, denn der HGV verfügt über ein gutes Plus in der Kasse. Zum Datenschutz und dessen Besonderheiten informierte HGV Mitglied Thomas Reimann. Von Almut Geiler wurde angeregt, ein Meinungsbild zur Fortsetzung des Turm-Projekts einzuholen, das positiven Anklang fand. Unter viel Applaus wurde die scheidende zweite Vorsitzende Annett Heck verabschiedet, die 2011 dem HGV beigetreten ist und aus dem Stand gleich als Beisitzerin in die Vorstandschaft gewählt wurde. Einstimmigkeit war auch bei den Wahlen angesagt. Gewählt wurden Jannoh Salch zum stellvertretenden Vorsitzenden und Sylke Stumpe zur Beisitzerin.

Foto und Text Jürgen Keller

Mit einem neuen stellvertretenden Vorsitzenden geht die Vorstandschaft des HGV den gesteckten Zielen und Aufgaben nach

vlnr:  Eric Wüllner (Beisitzer), Siegfried Pross (Beisitzer), Sylke Stumpe (Beisitzer), Siegfried Jilg (Schriftführer), Armin Großmüller (Vorsitzender) und Jannoh Salch (stellvertretender Vorsitzender). Es fehlt Kassenwart Gudrun Welsch-Großmüller.

Nach acht Jahren aus dem Gremium der HGV-Vorstandschaft verabschiedet

Vorsitzender Armin Großmüller   dankt Annett Heck für deren tatkräftigen Einsatz

Die Würfel sind gefallen -Wanderpokal bleibt in Dennach

Neuenbürg-Dennach. Das 14. Mensch-ärgere-dich-nicht-Turnier des Dennacher Heimat- und Geschichtsverein Schwabentor (HGV), war nicht nur eingebunden in die Feierlichkeiten zu 650 Jahre Dennach, sondern stand auch ganz im Zeichen des 25-jährigen Bestehen des HGV. Der Ursprung des Gesellschaftsspiels geht ins 16. Jahrhundert zurück und stammt nach Aussage des HGV-Vorsitzenden Armin Großmüller aus Persien, wo es als Pachisi an orientalischen Höfen bisweilen mit Bediensteten als Figuren auf entsprechend großen Spielfeldern gespielt wurde. Seinen Einzug in heimische Gefilde hielt das Brettspiel im frühen 20. Jahrhundert nach der Erfindung 1908 in München-Giesing durch Friedrich Schmidt, dem Gründer der Schmidt-Spiele. Das Dennacher Turnier ist inzwischen durch Mundpropaganda zu einem Selbstläufer geworden. „Trotz Nintendo, PC und IPhone hat das älteste Brettspiel, nichts an Tradition verloren“, bekräftigte Großmüller. Erfreut zeigte sich neben dem HGV-Vorsitzenden auch Spielleiter Thomas Reimann, denn zum Jubiläumsturnier hatten sich mit 48 Teilnehmern gleich acht Spieler mehr angemeldet als noch im vergangenen Jahr. Ein Novum beim Dennacher Turnier war, dass sich mit 27 Männern, erstmals mehr Vertreter des männlichen Geschlechts, am Spielbrett einfanden. So war es auch nicht verwunderlich, dass mit Jenny Mast, sich nur eine weibliche Vertreterin fürs Finale qualifizierte. Trotz großem Jubelgeschrei der Zuschauer bei den letzten Spielzügen der Dennacherin, reichte es für die weibliche Vertreterin nur zum zweiten Platz. Mit einem Würfelzug hatte Alexander Brecht, der Drittplatzierte von 2016, seine Figuren schneller im Haus untergebracht. Dem Finale einen spannenden Touch verliehen haben auch der Dennacher Eric Wüllner und der Pforzheimer Manfred Goll. Für das Finale qualifizieren konnten sich die 48 Teilnehmer über drei Spielrunden und einer Zwischenrunde. Die Würfel wurden bei den Spielen schnell weitergereicht, denn bis zu den beiden Finalrunden um die Plätze vier bis acht sowie um den HGV-Wanderpokal war das Zeitlimit auf 25 Minuten Spieldauer festgelegt. So manch ein Spielteilnehmer war schnell mit vier Figuren unterwegs, doch die Freude währte meistens nicht sehr lange, denn „genussvoll“ wurde dann Figur um Figur von den Gegnern am Brett zurück ins Haus befördert. Auch wenn so mancher Seufzer oder die Mitleidsfrage wie „warum ausgerechnet immer ich“ zu hören war und sich bei den Mitspielern ein Schmunzeln nicht verbergen ließ, war Frustration nicht angesagt. Die Freude überwog. Mit dem Turnier stellte der HGV erneut unter Beweis, dass man mit Mensch-ärgere-dich-nicht, Alt und Jung hinter dem Ofen hervorholen kann. Und da liegt Dennach sogar voll im Trend, denn Offline-Spiele mit Figuren am Tisch sind wieder angesagt. Großmüller ergänzte, „dass Brettspiele nicht nur generationenübergreifend sind, sondern auch wieder populär“, betonte Großmüller. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Teilnehmerfeld von der fünfjährigen Marla Werner bis hin zum 79-jährigen Horst Sebastian bunt gemischt war. Auch ganze Familien mit mehreren Familienmitgliedern waren an den Spielfeldern anzutreffen. Kein Würfelglück beim Jubiläumsturnier hatte allerdings der letztjährige Pokalgewinner Leon Killinger. Ausgeschieden war der Titelverteidiger wie auch Thomas Mast, der von den bisherigen 14 Turnieren nur eines verpasst hatte, bereits in der Vorrunde. Die vier Finalteilnehmer konnten sich über Preise wie einen Segelflug-Gutschein, sowie über Gutscheine für einen Besuch in der Albtherme in Waldbronn, im Gasometer in Pforzheim und einen Besuch im Unimog-Museum in Gaggenau freuen.

Foto: In einem spannenden Finale ermittelten vlnr. Eric Wüllner, Alexander Brecht, Jenny Mast und Manfred Goll den Sieger um den Wanderpokal des Mensch-ärgere-dich-nicht-Turniers aus, über den sich Alexander Brecht freute. Ausgezeichnet wurden die Sieger vom HGV-Vorsitzenden Armin Großmüller (hinten stehend Dritter von rechts) und Spielleiter Thomas Reimann (Zweiter von links)


Foto Siegerehrung vlnr Spielleiter Thomas Reimann, Wanderpokalsieger Alexander Brecht, Jenny Mast (Zweiter), Eric Wüllner (Dritter), Manfred Goll (Vierter) und HGV Vorsitzender Armin Großmüller

Fotos und Text: Jürgen Keller

Auf historischen Wegen im Grenzland unterwegs – Mit dem HGV Dennach auf geschichtsträchtiger Route

Mit der Begehung der „historischen Route“ wurde eine alte Rundstrecke wiederbelebt, die auf der östlichen Seite der Dennacher Gemarkung verläuft. Zur Freude der Wanderführer fanden sich am Treffpunkt bei der Enzkreisspitze nicht nur Einheimische, sondern auch wanderlustige Teilnehmer aus den Nachbarorten ein.

Die Gruppe nahm am Startpunkt der historischen Route beim TSV – Heim den „Schwabentorweg“ unter die Sohlen, auf dem nach kurzer Strecke bereits das namensgebende Denkmal erreicht wurde. An der ehemaligen Grenz- und Zollstation zwischen Württemberg und Baden teilte die Wanderführerin Annett Heck sogleich die „Passierscheine“ zum Grenzübertritt an die Teilnehmer aus. Ausgerüstet mit diesem Papier und einigen historischen Informationen zum Schwabentor setzten die Wanderer ihre Tour Richtung Scheppelesweg fort. Dieser bietet in seinem Verlauf am Steilhang zum Enztal hin eine beeindruckende Galerie mächtiger Douglasien zum Bestaunen an. Ein eigener Gedenkstein mit den Namen der einstmals verantwortlichen Forstleute wurde von HGV – Helfern wieder freigestellt und erneuert. Und auch an dieser Station gab Annett Heck in der Rolle als Geschichte(n)erzählerin allerhand Wissenswertes zu Gehör. Weiter am Scheppelesweg entlang wurde der Gruppe noch die alte Pumpstation am Fingerlesbrunnen sowie die Lage der Ruine Strubenhardt vorgestellt, bevor in Richtung Ausgangspunkt bergauf ins „Eisenbahnerwegle“ eingeschwenkt wurde. Dieser Anstieg war dann die letzte Anstrengung sowohl für die Jungen, vor allem aber für die rüstigen Senioren unter den Teilnehmern.  Als verdiente Belohnung wartete am Feuerwehrmagazin eine von der Abteilung Dennach gut sortierte Grill- und Getränkeauswahl zum Ausklang auf die ankommenden Wanderer.

Die Tour wird bei dem Festwochenende zum Dorfjubiläum am 22. und 23. September 2018 wieder unter der bewährten Führung von Annett Heck angeboten. Am Samstag, 22.09.  ab 14 Uhr und am Sonntag, 23.09.  ab 11 Uhr ist der Treffpunkt für alle Bildungs- und Bewegungsfreudigen der Eingang zur Schwabentorhalle.

Quelle der Karte: OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

Turmcafé 2018 in Dennach – Gipfeltreffen unter der Jubiläumsfahne

Mit dem 10–Uhr – Schlag der Kirchturmuhr in Dennach wurde das „Frühstück am Turm“ eröffnet.  Die Bedingungen konnten nicht besser sein:  Sonne von Anfang an,  blauer Sommerhimmel, Temperaturen um die 22 Grad und der Südwestwind fing die Dennacher Fahne und die 650-Jahre – Jubiläumsfahne mit leichtem Spiel ein – siehe Foto.

Beste Voraussetzungen also für ein entspanntes Frühstück unter dem Kegeldach der Enzkreisspitze oder im Halbschatten der Zelte auf dem Festplatz. Dank der ausgesprochen originellen Verpflegung – es wurde u.a. Rührei mit verschiedenen Zutaten auf Wunsch frisch zubereitet – waren bis in den Nachmittag hinein die Plätze gut belegt. Am frühen Nachmittag war der Vorrat an Speisen restlos aufgezehrt, allein mit flüssigen Erfrischungen war das Publikum noch eine gute Weile bei bester Stimmung.

Was als „Frühstück am Turm“ angekündigt war, wurde zum Gipfeltreffen unter der Jubiläumsfahne.

Was könnte passender sein zum 650-sten Geburtstag unseres Heimatdorfes?

Eine Brücke verbindet Schwann und Dennach im gemeinsamen Jubiläumsjahr

Bürgermeister der Nachbargemeinden Straubenhardt und Neuenbürg übergeben die Schwabentorbrücke der Öffentlichkeit

„Schwabentor“ Heimat- und Geschichtsverein Dennach und Schwarzwaldverein Straubenhardt arbeiten vorbildlich zusammen

Der Wanderweg zwischen der Schwanner Warte und dem Neuenbürger Höhenstadtteil Dennach ist an der wichtigsten Stelle wieder gefahrlos begehbar. Der Übergang über den Rotenbach war rechtzeitig zu der 650-Jahrfeier von Schwann fertig geworden.

Mit einer symbolischen Aktion hatten die Bürgermeister der beiden Nachbargemeinden Straubenhardt und Neuenbürg, Helge Viehweg und Horst Martin, die letzten Schrauben zur Befestigung der Namenstafel eigenhändig eingedreht.

Bild: Armin Großmüller, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Dennach, Bürgermeister Helge Viehweg und Bürgermeister Horst Martin am 21.06.2018 (von links).

Diese symbolische Handlung wiederholte sich damit 22 Jahre nach der Einweihung der ursprünglichen Brücke über den Rotenbach. Es waren die damaligen Amtsinhaber, Willi Rutschmann und Theo Schaubel, die am 1. Mai 1996 auf dem Holzsteg die beiden namensgebenden Dielen befestigten.
Über die Jahre war das hölzerne Tragwerk mehrfach ausgebessert worden, das feuchte Milieu setzte dem Material naturgemäß stark zu. Bis zum Durchbruch einzelner Holzdielen war es schon gekommen, als sich beinahe zeitgleich und zuerst unabhängig voneinander der Schwarzwaldverein Straubenhardt und der Heimat- und Geschichtsverein Dennach zur Komplettsanierung entschlossen hatten. Es war Bürgermeister Horst Martin, der bei einer abendlichen Radtour die ersten Arbeiten beobachten konnte und den Anstoß zur Koordination der beiden Vereine gab.

Bei mehreren Arbeitseinsätzen legten die Helfer der Vereine die neuen Tragbalken sowie massive Douglasienbretter über den Flusslauf, bevor ein einseitiges Geländer die Konstruktion komplettierte.

Bild: Manfred Frey, Uwe Keller, Siegfried Jilg, Alexander Heck, Rainer Schäfer, Markus Jäck und Ellen Schäfer beim Arbeitseinsatz am 04.06.2018 (von links)
Den Härtetest bestand die Brücke schon vor der offiziellen Eröffnung. Bei der 24-Stunden-Wanderung des Schwarzwaldvereins Straubenhardt überquerten weit über 200 Läufer mit Gepäck das Bauwerk. Die „Nagelprobe“ war bestanden.

Bei der Einweihung betonten die Bürgermeister jeweils das verbindende Element, für das eine Brücke immer steht, zumal der Wegeverlauf auch über die Gemarkungsgrenzen führt. Lobend erwähnt wurde das vorbildliche ehrenamtliche Arbeiten über Vereins- und Gemeindegrenzen hinweg. Mit einigen Gläsern „Straubenhardt Secco“ für alle Teilnehmer wurde die Übergabe dann formal vollzogen.

Bild: Einige Bauhelfer, Vereinsvertreter und die beiden Bürgermeister prüfen die Tragfähigkeit der Brücke bei der Einweihung am 21.06.2018

Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Dennach, Armin Großmüller, präsentierte bei der „Brückentaufe“ unter anderem die Presseberichte der ersten Einweihung mit den Fotos der damaligen Zeremonie. Eine kurze Chronologie zur Brückengeschichte wurde mit dem Dank an die beiden Gemeindeoberhäupter verbunden, hatten sich doch die beiden Bürgermeister schnell und unbürokratisch zur Übernahme der Materialkosten bereit erklärt.

Zum Schluss brachte der HGV–Vorsitzende seine Hoffnung zum Ausdruck, dass möglichst wieder 20 oder mehr Jahre bis zu einer Erneuerung vergehen mögen. Mit einem Augenzwinkern konnte der Straubenhardter Rathauschef Helge Viehweg aber gleich versichern, dass dann auch ihre Nachfolger in den Ämtern ganz sicher wieder die letzten Schrauben eindrehen werden.

Bilder: Armin Großmüller und Gemeinde Straubenhardt

Lebendige Geschichte im Doppeljubiläumsjahr

In einem Jahr, in dem der Verein 25 –jähriges Bestehen begeht und außerdem die Gemeinde Dennach ihr 650-jähriges Jubiläum, kann es nur ein Motto zur Jahreshauptversammlung geben:  eben diese beiden Zahlen nämlich. Und so eröffnete der Vorsitzende Armin Großmüller die diesjährige Versammlung mit der entsprechenden Botschaft in Farbe auf der Großbildleinwand, siehe Grafik.

 

Mit 25 Jahren ist der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) noch einer der jüngeren Vereine im Neuenbürger Ortsteil Dennach. Die Gründer hatten sicherlich nicht dieses Doppeljubiläum im Jahr 2018 im Sinn bei der Gründungsversammlung.  Vielmehr war der Wunsch nach einem festen Organisationsrahmen der damals noch ganz jungen „Dennicher Zapfa“, also der Keimzelle der Dennacher Kinderfastnacht,  einer der Initialzünder für die Vereinsgründung am 23. Mai 1993. 

Die Erinnerung an die frühen Jahre  waren der Auftakt bei der diesjährigen Generalversammlung.  Der erste Vorsitzende Großmüller beschrieb in seinem Tätigkeitsbericht, was den Verein im Ganzen im Berichtsjahr 2017 bewegt hatte.  Aus den 32 Personen bei der Vereinsgründung hat sich der Mitgliederstand im letzten Jahr bei 146 Personen eingependelt. Erfreulich ist aus seiner Sicht, dass der Altersschnitt aller Mitglieder sich nicht nur stabilisiert, sondern im letzten Jahr nach unten entwickelt hat und nun bei 53 Jahren liegt. Die Materie „Heimat“ und „Geschichte“ sei auch unter jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht so unattraktiv, wie oft angenommen werde. Die Wirkungskreise des HGV gehen aber auch über die Grenzen des Dorfes hinaus,  ganz im Sinne der Ortschronik „Ein Dorf ist keine Insel“.  Gemeinsame Aktionen mit dem Kreisgeschichtsverein Calw oder auch mit der Schutzgemeinschaft Eyachtal sind Belege dafür.

Mit den Berichten zu den Arbeitsgruppen wurden die vielfältigen Aktivitäten des letzten Jahres aufgezeigt. Die Veranstaltungen zur Geschichte reihte die zweite Vorsitzende Annett Heck in einer ausführlichen Bild- und Tondokumentation aneinander. Von der Teilnahme der „Dennicher Zapfa“ beim Kinderfaschingsumzug in Dennach am Jahresanfang bis zum vorweihnachtlichen Nachmittag mit Tannenbaumverkauf spannte sie einen großen Bogen über das Jahresgeschehen auf diesem Gebiet. Die Berichterstattung zur Naturpflege übernahm wie im Vorjahr Schriftführer Siegfried Jilg. Mit dem Kapitel „Turm“ (Berichterstatter Großmüller) war der Reigen der Tätigkeitsberichte am Ende.  Es folgten die Zahlen, Daten, Fakten des Schriftführers Siegfried Jilg und im Anschluß gleich der Kassenbericht der Schatzmeisterin Gudrun Welsch-Großmüller.

Der Empfehlung der Kassenprüfer folgend konnte Ortsvorsteher Alexander Pfeiffer schließlich die Entlastung des gsamten Vorstandes vorschlagen, welche von der Versammlung auch einstimmig getragen wurde.  In den folgenden Wahlgängen wurde der Beisitzer Eric Wüllner und beide Kassenprüfer Beate Bolz und Thomas Reimann ebenfalls einstimmig in den Ämtern bestätigt. 

Mit diesem Votum ausgestattet  lenkte der Vereinsvorstand  dann unter „Ausblick“ die Aufmerksamkeit auf das bereits laufende Jubiläumsjahr. Mit den Kräften aller Dennacher Vereine, dem Ortschaftsrat,  der Feuerwehr und vieler privater Beiträge soll das bestehende Veranstaltungsprogramm  „650 Jahre Dennach“ zum Erfolg geführt werden.  Eine Exkursion nach Rottweil ist für den 1. Juli 2018 geplant, Anmeldungen dazu werden noch angenommen. Bei dieser Tour ist eine Führung durch die Altstadt und eine Besichtigung des spektakulären Thyssen – Testturmes eingeschlossen. Informationen dazu und zu weiteren Veranstaltungen gibt es bei allen Vorstandsmitgliedern und auf dieser Internetseite.

Und wie kommt der Turm jetzt auf den Teller?

Der besondere Gruß aus der Küche war zu der 25. Generalversammlung eine gelungene Komposition aus dreierlei Zutaten garniert mit einer Dennacher Fleischkäse-Turm-Silhouette.

Der „HGV – Teller“ wurde gerne und bis zum Ende ausgekostet und er trug den Inhalt auch im Namen:  die Zutaten waren auf gut schwäbisch und etwas schräg abgekürzt bestehend aus H = Herrgottsbscheißerle, G =Grumbierasalad und V = Vlaischkiechla.

Der Name war an diesem Abend in aller Munde.