Lebendige Geschichte im Doppeljubiläumsjahr

In einem Jahr, in dem der Verein 25 –jähriges Bestehen begeht und außerdem die Gemeinde Dennach ihr 650-jähriges Jubiläum, kann es nur ein Motto zur Jahreshauptversammlung geben:  eben diese beiden Zahlen nämlich. Und so eröffnete der Vorsitzende Armin Großmüller die diesjährige Versammlung mit der entsprechenden Botschaft in Farbe auf der Großbildleinwand, siehe Grafik.

 

Mit 25 Jahren ist der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) noch einer der jüngeren Vereine im Neuenbürger Ortsteil Dennach. Die Gründer hatten sicherlich nicht dieses Doppeljubiläum im Jahr 2018 im Sinn bei der Gründungsversammlung.  Vielmehr war der Wunsch nach einem festen Organisationsrahmen der damals noch ganz jungen „Dennicher Zapfa“, also der Keimzelle der Dennacher Kinderfastnacht,  einer der Initialzünder für die Vereinsgründung am 23. Mai 1993. 

Die Erinnerung an die frühen Jahre  waren der Auftakt bei der diesjährigen Generalversammlung.  Der erste Vorsitzende Großmüller beschrieb in seinem Tätigkeitsbericht, was den Verein im Ganzen im Berichtsjahr 2017 bewegt hatte.  Aus den 32 Personen bei der Vereinsgründung hat sich der Mitgliederstand im letzten Jahr bei 146 Personen eingependelt. Erfreulich ist aus seiner Sicht, dass der Altersschnitt aller Mitglieder sich nicht nur stabilisiert, sondern im letzten Jahr nach unten entwickelt hat und nun bei 53 Jahren liegt. Die Materie „Heimat“ und „Geschichte“ sei auch unter jüngeren Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht so unattraktiv, wie oft angenommen werde. Die Wirkungskreise des HGV gehen aber auch über die Grenzen des Dorfes hinaus,  ganz im Sinne der Ortschronik „Ein Dorf ist keine Insel“.  Gemeinsame Aktionen mit dem Kreisgeschichtsverein Calw oder auch mit der Schutzgemeinschaft Eyachtal sind Belege dafür.

Mit den Berichten zu den Arbeitsgruppen wurden die vielfältigen Aktivitäten des letzten Jahres aufgezeigt. Die Veranstaltungen zur Geschichte reihte die zweite Vorsitzende Annett Heck in einer ausführlichen Bild- und Tondokumentation aneinander. Von der Teilnahme der „Dennicher Zapfa“ beim Kinderfaschingsumzug in Dennach am Jahresanfang bis zum vorweihnachtlichen Nachmittag mit Tannenbaumverkauf spannte sie einen großen Bogen über das Jahresgeschehen auf diesem Gebiet. Die Berichterstattung zur Naturpflege übernahm wie im Vorjahr Schriftführer Siegfried Jilg. Mit dem Kapitel „Turm“ (Berichterstatter Großmüller) war der Reigen der Tätigkeitsberichte am Ende.  Es folgten die Zahlen, Daten, Fakten des Schriftführers Siegfried Jilg und im Anschluß gleich der Kassenbericht der Schatzmeisterin Gudrun Welsch-Großmüller.

Der Empfehlung der Kassenprüfer folgend konnte Ortsvorsteher Alexander Pfeiffer schließlich die Entlastung des gsamten Vorstandes vorschlagen, welche von der Versammlung auch einstimmig getragen wurde.  In den folgenden Wahlgängen wurde der Beisitzer Eric Wüllner und beide Kassenprüfer Beate Bolz und Thomas Reimann ebenfalls einstimmig in den Ämtern bestätigt. 

Mit diesem Votum ausgestattet  lenkte der Vereinsvorstand  dann unter „Ausblick“ die Aufmerksamkeit auf das bereits laufende Jubiläumsjahr. Mit den Kräften aller Dennacher Vereine, dem Ortschaftsrat,  der Feuerwehr und vieler privater Beiträge soll das bestehende Veranstaltungsprogramm  „650 Jahre Dennach“ zum Erfolg geführt werden.  Eine Exkursion nach Rottweil ist für den 1. Juli 2018 geplant, Anmeldungen dazu werden noch angenommen. Bei dieser Tour ist eine Führung durch die Altstadt und eine Besichtigung des spektakulären Thyssen – Testturmes eingeschlossen. Informationen dazu und zu weiteren Veranstaltungen gibt es bei allen Vorstandsmitgliedern und auf dieser Internetseite.

Und wie kommt der Turm jetzt auf den Teller?

Der besondere Gruß aus der Küche war zu der 25. Generalversammlung eine gelungene Komposition aus dreierlei Zutaten garniert mit einer Dennacher Fleischkäse-Turm-Silhouette.

Der „HGV – Teller“ wurde gerne und bis zum Ende ausgekostet und er trug den Inhalt auch im Namen:  die Zutaten waren auf gut schwäbisch und etwas schräg abgekürzt bestehend aus H = Herrgottsbscheißerle, G =Grumbierasalad und V = Vlaischkiechla.

Der Name war an diesem Abend in aller Munde.

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