Eine Brücke verbindet Schwann und Dennach im gemeinsamen Jubiläumsjahr

Bürgermeister der Nachbargemeinden Straubenhardt und Neuenbürg übergeben die Schwabentorbrücke der Öffentlichkeit

„Schwabentor“ Heimat- und Geschichtsverein Dennach und Schwarzwaldverein Straubenhardt arbeiten vorbildlich zusammen

Der Wanderweg zwischen der Schwanner Warte und dem Neuenbürger Höhenstadtteil Dennach ist an der wichtigsten Stelle wieder gefahrlos begehbar. Der Übergang über den Rotenbach war rechtzeitig zu der 650-Jahrfeier von Schwann fertig geworden.

Mit einer symbolischen Aktion hatten die Bürgermeister der beiden Nachbargemeinden Straubenhardt und Neuenbürg, Helge Viehweg und Horst Martin, die letzten Schrauben zur Befestigung der Namenstafel eigenhändig eingedreht.

Bild: Armin Großmüller, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Dennach, Bürgermeister Helge Viehweg und Bürgermeister Horst Martin am 21.06.2018 (von links).

Diese symbolische Handlung wiederholte sich damit 22 Jahre nach der Einweihung der ursprünglichen Brücke über den Rotenbach. Es waren die damaligen Amtsinhaber, Willi Rutschmann und Theo Schaubel, die am 1. Mai 1996 auf dem Holzsteg die beiden namensgebenden Dielen befestigten.
Über die Jahre war das hölzerne Tragwerk mehrfach ausgebessert worden, das feuchte Milieu setzte dem Material naturgemäß stark zu. Bis zum Durchbruch einzelner Holzdielen war es schon gekommen, als sich beinahe zeitgleich und zuerst unabhängig voneinander der Schwarzwaldverein Straubenhardt und der Heimat- und Geschichtsverein Dennach zur Komplettsanierung entschlossen hatten. Es war Bürgermeister Horst Martin, der bei einer abendlichen Radtour die ersten Arbeiten beobachten konnte und den Anstoß zur Koordination der beiden Vereine gab.

Bei mehreren Arbeitseinsätzen legten die Helfer der Vereine die neuen Tragbalken sowie massive Douglasienbretter über den Flusslauf, bevor ein einseitiges Geländer die Konstruktion komplettierte.

Bild: Manfred Frey, Uwe Keller, Siegfried Jilg, Alexander Heck, Rainer Schäfer, Markus Jäck und Ellen Schäfer beim Arbeitseinsatz am 04.06.2018 (von links)
Den Härtetest bestand die Brücke schon vor der offiziellen Eröffnung. Bei der 24-Stunden-Wanderung des Schwarzwaldvereins Straubenhardt überquerten weit über 200 Läufer mit Gepäck das Bauwerk. Die „Nagelprobe“ war bestanden.

Bei der Einweihung betonten die Bürgermeister jeweils das verbindende Element, für das eine Brücke immer steht, zumal der Wegeverlauf auch über die Gemarkungsgrenzen führt. Lobend erwähnt wurde das vorbildliche ehrenamtliche Arbeiten über Vereins- und Gemeindegrenzen hinweg. Mit einigen Gläsern „Straubenhardt Secco“ für alle Teilnehmer wurde die Übergabe dann formal vollzogen.

Bild: Einige Bauhelfer, Vereinsvertreter und die beiden Bürgermeister prüfen die Tragfähigkeit der Brücke bei der Einweihung am 21.06.2018

Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Dennach, Armin Großmüller, präsentierte bei der „Brückentaufe“ unter anderem die Presseberichte der ersten Einweihung mit den Fotos der damaligen Zeremonie. Eine kurze Chronologie zur Brückengeschichte wurde mit dem Dank an die beiden Gemeindeoberhäupter verbunden, hatten sich doch die beiden Bürgermeister schnell und unbürokratisch zur Übernahme der Materialkosten bereit erklärt.

Zum Schluss brachte der HGV–Vorsitzende seine Hoffnung zum Ausdruck, dass möglichst wieder 20 oder mehr Jahre bis zu einer Erneuerung vergehen mögen. Mit einem Augenzwinkern konnte der Straubenhardter Rathauschef Helge Viehweg aber gleich versichern, dass dann auch ihre Nachfolger in den Ämtern ganz sicher wieder die letzten Schrauben eindrehen werden.

Bilder: Armin Großmüller und Gemeinde Straubenhardt

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