Auf historischen Wegen im Grenzland unterwegs – Mit dem HGV Dennach auf geschichtsträchtiger Route

Mit der Begehung der „historischen Route“ wurde eine alte Rundstrecke wiederbelebt, die auf der östlichen Seite der Dennacher Gemarkung verläuft. Zur Freude der Wanderführer fanden sich am Treffpunkt bei der Enzkreisspitze nicht nur Einheimische, sondern auch wanderlustige Teilnehmer aus den Nachbarorten ein.

Die Gruppe nahm am Startpunkt der historischen Route beim TSV – Heim den „Schwabentorweg“ unter die Sohlen, auf dem nach kurzer Strecke bereits das namensgebende Denkmal erreicht wurde. An der ehemaligen Grenz- und Zollstation zwischen Württemberg und Baden teilte die Wanderführerin Annett Heck sogleich die „Passierscheine“ zum Grenzübertritt an die Teilnehmer aus. Ausgerüstet mit diesem Papier und einigen historischen Informationen zum Schwabentor setzten die Wanderer ihre Tour Richtung Scheppelesweg fort. Dieser bietet in seinem Verlauf am Steilhang zum Enztal hin eine beeindruckende Galerie mächtiger Douglasien zum Bestaunen an. Ein eigener Gedenkstein mit den Namen der einstmals verantwortlichen Forstleute wurde von HGV – Helfern wieder freigestellt und erneuert. Und auch an dieser Station gab Annett Heck in der Rolle als Geschichte(n)erzählerin allerhand Wissenswertes zu Gehör. Weiter am Scheppelesweg entlang wurde der Gruppe noch die alte Pumpstation am Fingerlesbrunnen sowie die Lage der Ruine Strubenhardt vorgestellt, bevor in Richtung Ausgangspunkt bergauf ins „Eisenbahnerwegle“ eingeschwenkt wurde. Dieser Anstieg war dann die letzte Anstrengung sowohl für die Jungen, vor allem aber für die rüstigen Senioren unter den Teilnehmern.  Als verdiente Belohnung wartete am Feuerwehrmagazin eine von der Abteilung Dennach gut sortierte Grill- und Getränkeauswahl zum Ausklang auf die ankommenden Wanderer.

Die Tour wird bei dem Festwochenende zum Dorfjubiläum am 22. und 23. September 2018 wieder unter der bewährten Führung von Annett Heck angeboten. Am Samstag, 22.09.  ab 14 Uhr und am Sonntag, 23.09.  ab 11 Uhr ist der Treffpunkt für alle Bildungs- und Bewegungsfreudigen der Eingang zur Schwabentorhalle.

Quelle der Karte: OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

650 Jahre Dennach

Vom 21.09.2018 bis zum 23.09.2018 feiert das Dorf seinen 650. Geburtstag mit einem großen Mittelaltermarkt auf dem Festplatz an der Schwabentorhalle.

Der Heimat- und Geschichtsverein bietet an am 22.09.2018 um 14:00 Uhr und am 23.09.2018 um 11:00 Uhr eine geführte Wanderung auf der historischen Route, vorbei an vielen geschichtsträchtigen Orten rund um Dennach. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mehr zu allen Veranstaltungen am Festwochenende finden Sie unter https://650-dennach.de.

 

Abenteuernacht 2018

Im Rahmen des Sommerferienprogramms bieten wir dieses Jahr Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren wieder eine Abenteuernacht am Aussichtsturm Enzkreisspitze.

Vom 11. auf den 12. August übernachten wir in Zelten am Turm in Dennach. Ab 15 Uhr werden die Kinder vor Ort begrüßt und können mit dem Lagerbau beginnen.

Neben Spiel und Spaß widmen wir uns unter anderem dem Thema Wolf.

Am Abend lassen wir das Erlebte am Lagerfeuer nachklingen und machen uns am Sonntag nach dem Frühstück wieder auf den Heimweg.

Der Unkostenbeitrag pro Kind für Verpflegung beträgt 15 €.

Anmeldungen und Rückfragen bitte an abenteuernacht@schwabentor.com richten.

Wanderung am 1. Mai 2018

Der HGV Dennach gibt bekannt:

Die Wanderung am 1. Mai 2018 geht entlang der  „Historischen Route“

Wer kennt die „Hirzeltanne“  oder das „Eisenbahnerwegle“ und wo war die alte Pumpstation am Scheppelesweg? 

Diese und weitere Stationen liegen an der Wanderstrecke und werden mit Informationen aus erster Hand erläutert. Und natürlich darf das „Schwabentor“ auf der Strecke nicht fehlen, als Namensgeber für den Dennacher Heimat- und Geschichtsverein.

Wer die Maiwanderung mit etwas historischem Wissen in unterhaltsamer Form anreichern möchte ist herzlich eingeladen.

Treffpunkt :  1. Mai 2018 an der “Enzkreisspitze“ um 10 Uhr,  Abmarsch um 10:15 Uhr.

Ein Durstlöscher für unterwegs wird empfohlen, Rucksackvesper ist nicht unbedingt erforderlich.

Nach der etwa 2-stündigen Wanderung kann der Hunger und Durst bei einem gemeinsamen Abschluss im Feuerwehrhaus gestillt werden.

Für weitere Infos oder Rückfragen einfach anrufen :  Telefon 07082-7390

Ausflug nach Rottweil, die älteste Stadt Baden-Württembergs, am 01. Juli 2018

Wir laden ein zum Ausflug nach Rottweil am 01. Juli 2018. Mit dem Bus geht es ca. 07:00 Uhr nach Rottweil.

Der Ausflug beinhaltet:

  • Vesperpause
  • Kombi-Führung rund um den Thyssen-Turm & klassische Stadtführung

In der Führung ist keine Auffahrt auf die Turmplattform enthalten. Eine Auffahrt ist vor Ort gegen Aufpreis möglich.

Für die Stadtführung fahren wir mit dem Bus nach Rottweil und anschließend kehren wir gemeinsam zum Essen ein.

Die Rückfahrt ist für ca. 17:00 Uhr geplant.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Kosten für Vereinsmitglieder 15,00 € und für Nichtmitglieder 25,00 €.

Für Anmeldung und Fragen: Kontaktformular oder Telefon 7390 oder 4169362

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:TTRW.jpg, Fotograf: DanielDS, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International 

 

 

Kein Stammtisch am 08.03.2018

Liebe Freunde unseres Vereins,

der Stammtisch am 08.03.2018 fällt aus. Kommen Sie aber bitte gern zu unserer Generalversammlung am 10.03.2018 um 20:00 Uhr ins Sportheim. Dort wird uns das Küchenteam um Renate Nöske mit unserer Spezialität dem HGV-Teller verwöhnen.

Was ist ein HGV-Teller? – lassen Sie sich überraschen. Kleiner Tipp: Das „G“ geht steht für „Grommbirasalad“.

Neujahrsgrüße

Der Schwabentor Heimat- und Geschichtsverein e.V. wünscht seinen Mitgliedern und Freunden ein frohes und erfolgreiches neues Jahr 2018.

Auch im Jahr 2018 werden wir wieder das Dorfleben mit verschiedenen Veranstaltungen bereichern. Unseren aktualisierten Veranstaltungskalender Sie unter https://www.schwabentor.com/veranstaltungen/.

 

Weihnachtsstern

Auch in diesem Jahr kann man nach unserem heutigen Arbeitseinsatz in Dennach am Aussichtsturm Enzkreisspitze wieder unseren Weihnachtsstern sehen. Gern nehmen wir auch ein paar schöne Bilder von Ihnen entgegen und stellen sie auf unsere Internetseite.

Bilder: Susan und Thomas Reimann

Warum Burg Strubenhart und nicht Burg Straubenhardt?

In allen bekannten Schriftstücken des Geschlechts wird von Strubenhartern gesprochen. – Das die Gegend beherrschende Geschlecht derer von Strubenhart wird erstmals 1090 erwähnt. Nicht zu unrecht geht Professor Hannsmartin Decker-Hauff davon aus, dass die Burg um 1060 erbaut wurde und man sich danach nannte. Dieses zuerst hochadlige Geschlecht stirbt mit Hans von Strubenhart in der männlichen Linie 1442 aus. Seine Tochter Genoveva (1) war mit Jörg von Ow verheiratet.

Aus dieser Verbindung gingen zwei Kinder hervor: Genoveva (2) und Jakob von Ow. Wir begegnen Jakob von Ow als einem der Verwalter im späteren „Schwanner Ampt“, der noch jung, kinderlos im Jahre 1474 verstarb. Seine Schwester Genoveva heiratete Fritz Schenner aus Nagold, nach dessen Tode vermählte sich mit ihrem Schwager Jakob Schenner. Beide Ehemänner entstammten einem größeren Geschlecht von Färbern aus Nagold.

Aus der zweiten Ehe gingen auch wieder zwei Kinder hervor: Genoveva (3), sie nahm den Schleier und wurde Nonne im Kloster Reuthin und Veith Schenner, der sich als Kriegsmann beim Grafen von Württemberg große Verdienste erwarb, wurde 1488 Ritter und nahm seinen Sitz in Schwann, wurde zum Junker ernannt und durfte sich Wappen und Namen wählen. Der er über seine Mutter große Teile aus der Erbmasse des Hans von Strubenhart erhalten hatte – der alte Name hatte noch immer einen guten Klang -, wählte er in Anlehnung daran den Namen

Schenner, – auch Schöner – von Straubenhardt

Somit hat die Burg einen anderen Namen als die heutige Gemeinde Strauenhardt.

Text: HGV, vermutlich Hans Geiler, inhaltliche Korrekturen Thomas Reimann

Hans von Strubenhart


Schöner von Straubenhardt

Gemeinde Straubenhardt

Wappen: gemeinfrei  (public domain)

Zapfa

Die Wurzel der organisierten fastnachtlichen Veranstaltungen in Dennach geht auf das Jahr 1985 zurück. Damals kam es zum ersten spontanen „Fastnachtsumzug“ als Gabi Rothfuß mit den Kindern des damaligen Sing- und Spielkreises auf einem Traktoranhänger zur Fastnachtszeit nach der Singstunde durch den Ort fuhr.

In den Folgejahren wuchs das kleine Pflänzchen Fastnacht angetrieben vom „fastnachtlichen Urgestirn“ Gert Heine und unter der Schirmherrschaft des Gesangvereines „Edelweiß“ Dennach unaufhörlich weiter. Im Herbst 1990 beschlossen die damaligen Organisatoren Gert Heine, Gabi Rothfuß, Armin und Cornelia Burger, Marie-Luise Ganser und Silke Aldinger, die Fastnacht eigenständiger zu präsentieren. Der Name „Dennicher Zapfa“ wurde geboren.

1992 fand der Umzug erstmals in der neugebauten Dennacher Schwabentorhalle mit einem lustigen Treiben seinen Abschluss.

Durch die Erfolge ermutigt, beschloss man, den Kinderfasching eigenständig zu gestalten. Am 27. April 1993 fand im Sportheim des TSV Dennach eine Versammlung Fastnachtsinteressierter mit dem Ziel einer Vereinsgründung statt. Nach langer Diskussion einigte man sich darauf, einen Verein mit etwas allgemeinerem Hintergrund (Brauchtumspflege und mehr) anzustreben, da Fastnacht als zu einseitig angesehen wurde. Man nahm diesbezüglich mit dem Ortschronisten Hans Geiler Rücksprache. Die Zusammenarbeit entwickelte sich dann schneller, als wohl beide Seiten erwartet hatten.

Am 30.4./1.5.1993 fand dann das erste Turmfest, vom Gesangverein veranstaltet, unterhalb des Fundamentes des ehemaligen Aussichtsturmes statt. Hans Geiler nutzte die Gelegenheit zur Übergabe einer Entfernungs— und Richtungstafel für Wanderer auf dem alten Turmfundament. Während des Festes führte man unter den Besuchern eine Unterschriftenaktion zur Wiedererrichtung des Aussichtsturmes durch Der überragende Erfolg dieser Unterschriftenaktion bewog Hans Geiler und Gert Heine zusammen mit weiteren Mitstreitern die Gründung eines Heimatvereines in die Wege zu leiten. Die „Dennicher Zapfa“ waren bereit, sich als Untergruppe dem Verein anzuschließen.

Am 22. Mai 1993 waren die Zapfen am Ziel ihrer Wünsche. Mit der Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins ”Schwabentor“ hatte man ein Dach gefunden, unter dem die fastnachtliche Brauchtumspflege gut und passend aufgehoben war.

In den Folgejahren wurde die Ausrichtung der Fastnacht in schwäbisch alemannische Richtung vorangetrieben. Zapfenkostüme für Kinder wurden geschneidert. Nach der Idee von Armin Burger und ausgeführt von Cornelia Burger entstanden die ersten Kostüme zum Umzug 1994.

1996 hatten die Fasnachter einen herben Verlust zu tragen, Gert Heine wollte in Zukunft aus Altersgründen etwas kurzer treten und nicht mehr bei der Umzugsorganisation mitwirken.

In der Wurm des 97-er Umzugs war dann auch der Wurm drin. Der Andrang an Helfern war zu „groß“, dass man alle Aktivitäten für 1997 absagte.

Ab 1998 übernahmen die „Stammtischstrategen“ unter der Leitung von Gert Heine die Organisation der
Kinderfastnacht, jetzt unter dem Dach des „TSV 1900 – Demnach“.

Heute nehmen wir noch regelmäßig mit einer Delegation von „Zapfa“ an dem Kinderfaschingsumzug teil.

Text: HGV, vermutlich Hans Geiler, leichte Aktualisierung Thomas Reimann